Schwimmbadtechnik

Wasseraufbereitung für Schwimmbecken: Entferne Schmutz und Schadstoffe effektiv

SL
Verfasst von Sandra Lohwasser
Lesedauer: 9 Minuten
Frau schwimmt im Pool bei sonnigem Wetter
© Addictive Stock / istockphoto.com
Inhaltsverzeichnis
Die Wasseraufbereitung für Schwimmbecken gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines jeden Pools, da Schmutz und Schadstoffe nicht nur der Gesundheit schaden, sondern auch teure Schäden im Poolsystem verursachen können. Allerdings hält die Wasseraufbereitung für Schwimmbecken einige technische und ökologische Herausforderungen bereit, wie die Entscheidung, ob chemische oder natürliche Reinigungsprodukte die bessere Wahl sind, wenn es darum geht Schmutz und Schadstoffe effektiv zu entfernen.
Disclaimer: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du einen davon anklickst, erhalten wir eine kleine Provision, dich kostet es nichts. Danke.

Warum ist die Wasseraufbereitung für Schwimmbecken notwendig?

In einem Schwimmbecken können sich unglaublich viele Verunreinigungen ansammeln, die zu einer Gefahr für die Gesundheit der Schwimmer werden können, wenn man diesen nicht entgegenwirkt. Die größten Gefahren gehen durch eine unsichtbare Bedrohung durch Viren, Bakterien, Parasiten und Mikroorganismen aus. Diese gelangen durch die Schwimmenden selbst ins Wasser. Offene Wunden, Infektions- und Hautkrankheiten oder eine unsaubere Haut sowie Speichel durchs Ausspucken des Wassers, und Schleimpartikel wie beim Aushusten und Niesen sind ein Teil der Ursachen. Aber auch urinieren ins Wasser, Schweiß, Sonnencremes, Hautlotionen und Kosmetika sorgen für die Verunreinigung des Wassers.  Bei Außenanlagen kommen herabfallende Blätter, Blütenpollen, Insekten, Vogelkot, Stäube, Algen und Pilze als Wasserbelastung hinzu. Weitere Möglichkeiten sind Chemikalienungleichgewichte wie eine zu geringe oder zu hohe Menge Chlor oder Flockmittel. Deshalb ist insbesondere darauf zu achten, dass der optimale pH-Wert von 7,2 bis 7,6  des Wassers eingehalten wird.

All diese Gründe machen eine regelmäßige Wasseraufbereitung in Schwimmbecken durch Reinigung, Wasserbeprobungen und Wartung unerlässlich. Ansonsten droht nicht nur die menschliche Gesundheit geschädigt zu werden, sondern auch die Schwimmbeckenanlage kann erhebliche Schäden erleiden. Auswirkungen einer mangelhaften Wasserqualität im Schwimmbecken sind:

  • Gesundheitliche Gefährdungen: sind Hautausschläge und -reizungen, Augeninfektionen, Atemwegs- sowie Magen-Darmerkrankungen und Pilzerkrankungen 
  • Gefährdungen für die technischen Teile der Schwimmbeckenanlage: darunter fallen Algen- und Pilzwachstum, Korrosion der metallischen Teile, Kalkablagerungen, Verstopfungen der Filteranlage, Pumpen- und Ventilbeschädigungen sowie der Verlust der Energieeffizienz und eine daraus resultierende Erhöhung der Betriebskosten durch vermehrte Störungen und Wartungsarbeiten an der Schwimmbeckenanlage.

Schmutz und Schadstoffe effektiv aus dem Schwimmbecken entfernen

Damit Schmutz und Schadstoffe nicht zu unangenehmen Folgen für Schwimmbeckenbetreiber führen, ist eine regelmäßige Reinigung des Schwimmbeckens ein unerlässlicher Schritt. Hierfür gibt es vielfältige Möglichkeiten auf mechanischer, chemischer und umweltfreundlicher Basis. Bei Außenschwimmbecken leisten Abdeckungen und Netze nützliche Dienste. Sie gelten als präventive Maßnahme zum Schutz vor Laub, Insekten und Vogelkot.

Skimmer entfernen groben Schmutz wie Blätter und Insekten, während Poolbürsten oder -sauger zur Reinigung der Wände und Böden dienen und dem Algenwachstum aktiv zu Leibe rücken. Inzwischen gibt es auch Poolroboter, die effektiv zur Reinigung eingesetzt werden. Installierte Filteranlagen oder Filterbälle sorgen für die Entfernung von Schwebstoffen, Stäuben und kleineren Partikeln. Die Zugabe von chemischen Mitteln, Flockmitteln oder biologischen Alternativen können Algen- und Pilzwachstum sowie der Ausbreitung von Bakterien, Vieren und Keimen entgegenwirken.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Poolpflege?

  • Dosierung der Chlormenge
  • pH-Wert des Wasser nich im optimalen Bereich von 7,2 - 7,6
  • Ungenügende Filtration
  • Schlechte Wasserzirkulation
  • Unregelmäßige Reinigung
  • Wartungsstau
  • Zu hoher oder zu niedriger Wasserstand

Welche Aufgabe hat ein Skimmer bei der Wasseraufbereitung für Schwimmbecken?

Ein Skimmer ist ein effektives Hilfsmittel bei der Wasseraufbereitung für Schwimmbecken. Seine Hauptfunktion besteht darin, Oberflächenschmutz wie Blätter oder Insekten durch das Ansaugen des Wassers zu entfernen, bevor diese auf den Schwimmbeckenboden sinken können.  Auf diese Weise werden Ablagerungen und Zersetzungsprozesse im Schwimmbecken verhindert und die Filteranlage geschont.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einbau eines Skimmers 

Für den Einbau eines Skimmers werden folgende Komponenten benötigt: Skimmerkorb, Skimmernetz, Skimmerklappe und die Skimmerbox. Weiterhin PVC-Rohre, Fittings, geeigneten PVC-Kleber für die Rohre, Säge, Schleifwerkzeuge, Schraubendreher, Wasserwaage.

  1. Der In-Wall-Skimmer ist an der gegenüberliegenden Seite der Rücklaufdüse anzubringen. Auf diese Weise entsteht eine verbesserte Wasserzirkulation. Außerdem sollte der Skimmer nahe des oberen Beckenrandes platziert werden, um eine optimale Absaugwirkung zu erzielen.
  2. Ist die passende Stelle an der Seitenwand ausgewählt, sollte diese markiert werden, wird ein Loch für den Skimmer aus der Seitenwand herausgeschnitten oder -gesägt werden muss. Dieses sollte zu den Maßen des geplanten Skimmers passen. Saubere und glatte Schnittränder erleichtern das Einpassen und die anschließende Abdichtung.
  3. Einsetzen des Skimmers in die soeben hergestellte Öffnung der Seitenwand. Üblicherweise werden bei dem Skimmer Schrauben, Bolzen und etwaige Halterungen für die stabile Befestigung mitgeliefert.
  4. Die Anschlussfugen werden mit dem geeigneten Dichtmittel abgedichtet, um Undichtigkeiten und Leckagen zu verhindern.
  5. Im nächsten Schritt muss der Skimmer mit den Rohren und Anschlüssen der Filteranlage und Poolpumpe verbunden werden.

Filteranlage für die Wasseraufbereitung des Schwimmbeckens

Besonders die Filteranlagen werden häufig vernachlässigt. Dabei ist ihre regelmäßige Wartung und Reinigung ist ein wesentlicher Bautein, für die Wasseraufbereitung und Reinhaltung von Schwimmbecken. Schließlich sorgt dieser dafür, dass das Wasser umgewälzt und gereinigt wird. Die Umwälzleistung einer guten Filteranlage sollte in acht Stunden ca. 1,5 - 2 mal das Wasser umwälzen. Zusätzlich sorgt die Filteranlage dafür, dass sich Chemikalien und erwärmtes Wasser optimal im Wasser verteilen. Die Auswahl des richtigen und kompatiblen System für das Schwimmbecken stellt für viele eine Herausforderung dar, weil inzwischen einige Filtersysteme auf dem Markt:

  • Sandfilter entfernen Schmutzpartikel sehr effektiv
  • Filterglas ist langlebiger als Sandfilter und verfügt zudem über eine feinere Filtrierung
  • Filterbälle sind leicht und unkompliziert in der Handhabung und erzielen ebenfalls hervorragende Ergebnisse

Schritt-für-Schrittanleitung für den Filtereinbau

  1. Den Filter laut der Herstellerangaben installieren. Die Entfernung der Filteranlage sollte mindestens drei Meter betragen.
  2. Ein- und Auslassanschlüsse mit den Rohren verbinden
  3. Einbau eines Rückschlagventils zwischen Skimmer und Filteranlage
  4. Eventuell muss die Filteranlage mit elektronischen Komponenten wie der Steuerung angeschlossen werden

Zum Abschluss der Installationsarbeiten sollte das Schwimmbecken mit Wasser befüllt werden. Dabei sollte der Wasserstand bis zur Mitte der Skimmeröffnung reichen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Pumpe anzuschalten, um zu überprüfen, ob der Skimmer das Wasser ordnungsgemäß ansaugt. Ist die Ansaugleistung des Skimmers nicht gut eingestellt, kann es zu Zirkulationsstörungen des Schwimmbeckenwassers kommen. Zusätzlich muss die Filteranlage auf die ordnungsgemäße Funktionsweise, Undichtigkeiten und den richtigen Druck geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Chemische und biologische Mittel zur Wasseraufbereitung für Schwimmbecken

Nachdem die technische Reinigung abgeschlossen ist, kommen jetzt chemische oder biologische Substanzen zum Einsatz, die der pH-Wert-Einstellung und der Hygiene dienen. Das bekannteste Mittel ist Chlor. Das Desinfektionsmittel wirkt effektiv, bei idealer Dosierung, den allermeisten Verschmutzungen und gesundheitsgefährdenden Mikroorganismen entgegen. Ebenfalls eine gründliche, chemische Reinigung bieten Flockungsmittel. Es gibt sie auf der Basis von Alaun (Aluminiumsulfat), Polymeren und Eisenchlorid. Als natürliches Flockungsmittel wird Zeolith eingesetzt. Auch Enzymreiniger sind eine hervorragende Option, sein Schwimmbecken biologisch sauber zu halten. Eine weitere umweltbewusstere Schwimmbeckenreinigung gelingt mit Salzwassersystemen. Sie gelten als besonders hautverträglich, da sie Chlor aus Salz produzieren. Auch UV-Licht wird gerne als ökologische Reinigung zur Abtötung von Mikroorganismen eingesetzt. Außerdem gibt es Ozonbehandlungen, die für die Zerstörung aller Schadstoffe sorgen. Um nur den pH-Wert natürlich zu regulieren, eignen sich Hausmittel wie Backpulver (Natriumcarbonat) zur Erhöhung der Werte und Essig zur Senkung des pH-Werts.

Fazit zur Wasserbeckenreinigung

Um lange an deinem Schwimmbecken Freude zu haben, ist es unerlässlich, auf die Wasserqualität zu achten. Dabei ist das Zauberwort „Regelmäßigkeit“, denn nur durch eine regelmäßige Reinigung und Wartung können Schäden am System verhindert werden. Ob du für die Aufbereitung des Wassers auf chemische oder biologische Produkte setzt, liegt an deiner individuellen Vorliebe. Hauptsache, der pH-Wert befindet sich im neutralen Bereich von 7,2 bis 7,6. Mit deinem neuen Wissen sollte dem dauerhaften und gesunden Badespaß nun nichts mehr im Wege stehen.

FAQ zu Wasseraufbereitung für Schwimmbecken

Kann die Algenbildung verhindert werden?

Ja, durch regelmäßige Reinigung und Desinfektion des Schwimmbeckens. Dazu eignen sich Poolbürsten, Poolroboter und Poolbodensauger. Chemische oder biologische Mittel tragen zur Desinfektion des Wassers bei.

Wasseraufbereitung für Schwimmbecken Schritt-für-Schritt

Einsatz von Skimmern zur Oberflächenreinigung, Wasserfiltration durch Filteranlagen und  pH-Wert-Anpassung. Die Zugabe von chemischen und natürlichen Desinfektionsmitteln.

Wie kann die Lebensdauer eines Schwimmbeckens erhöht werden?

Durch regelmäßige Reinigung des Oberflächenwassers, der Wände, des Bodens, der Filtersiebe. Regelmäßige technische Wartungen aller Filter- und Pumpanlagen. Zugabe von natürlichen oder chemischen Mitteln um den pH-Wert stabil zu halten und das Wasser zu desinfizieren.

Gibt es Präventivmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in Schwimmbecken?

Ja. Schwimmbeckenabdeckungen halten im Außenbereich Blätter, Stäube und Insekten ab. Gründliches Duschen der Schwimmer vermeidet unnötige Einbringung Schmutz, Schweiß und Körperölen. Die Kontrolle von Spielzeugen im Schwimmbecken auf Beschädigungen und Verunreinigungen schont die Filteranlagen. Essen und Trinken sollten nur außerhalb des Beckens stattfinden. Außerdem regelmäßige Reinigungen und Wartungen des Schwimmbeckens und der Anlagen.

Jetzt Sponsored Post buchen!

Erreiche deine Zielgruppe und präsentiere deine Projekte, Produkte oder deine ganze Firma in einem Artikel.